Was ist Tai Chi Chuan

Tai Chi Chuan ist eine Innere Kampfkunst. Sie wurde im Kampf Mann gegen Mann unter Beachtung natürlicher und gesundheitsfördernder Bewegungen, entwickelt.

Tai Chi Chuan Yang, die Form nach der Familie Yang benannt, verfügt über 108 einzelne Bewegungselemente. Die Stile des Tai Chi Chuan haben alle ihren Ursprung in dem Chen-Stil. In dieser Kampfkunst werden die Bewegungen sanft-fließend-explosionsartig unter Beachtung der entsprechenden Atmung ausgeführt. Die Bewegungs- und Atemtechniken dienen außer dem Kampf auch in hohem Maße der geistigen und körperlichen Übung zur Kultivierung von Körper und Geist.

Es werden alle Aspekte der Kampfkunst gelehrt.

 

Tai Chi Chuan dient der Gesundheit:

Die „sanften“ fließenden Tai Chi Chuan Bewegungen trainieren den Körper und den Geist. Blockaden werden abgebaut. Die Flexibilität der Körpergelenke und die Dehnfähigkeit der Muskulatur werden insgesamt verbessert und/oder bewahrt. Tai Chi Chuan ist imstande die Gesundheit zu erhalten und die Heilung zu fördern. Mittlerweile hat sich auch die westliche Schulmedizin von den vielen positiven Wirkungen auf Körper und Geist des Menschen überzeugt. Sehr gut lässt sich Tai Chi Chuan zur Verbesserung und Behandlung bei Herz-, Kreislaufbeschwerden anwenden.

 

Tai Chi Chuan ist das „Allerhöchste“:

In der chinesischen Philosophie und Elementenlehre ist Tai Chi Chuan der Ursprung aller Dinge und wird das >Erhabene Letzte< genannt. Tai Chi ist die Mutter von Yin und Yang. Der Taoismus betrachtet den Wandel der Natur als Ausdruck der inneren Gesetzmäßigkeiten der Natur …“Unaufhörlich, immer kreisend, vermag es die Mutter der Welt zu sein. Ich kenne seinen Namen nicht, benenne es mit Tao…“(25. Kap.Tao-te-King). Das Tao erzeugt die „Die Eins“.

Der Wandel („Die Eins“)  erschafft das Yin und das Yang, „Die Zwei“. Der Himmel ist Yang und die Erde ist Yin. Yin und Yang sind die entgegengesetzten Kräfte in dem polaren Spannungsfeld. Aus dem polaren Spannungsfeld zwischen den komplementären Kräften Yin und Yang entsteht das Ch’i (Lebensenergie, Atem, Hauch, Äther oder Masse-Energie). Entsteht eine Bewegung beginnt gleichzeitig eine komplementäre Bewegung. Wenn sich etwas nach oben bewegt, geht etwas anderes nach unten. Wenn die Bewegung ihr Äußeres erreicht hat, kehrt sie zurück zur Stille.

Wenn die Stille ihr Äußeres erreicht hat, kehrt sie zurück zur Bewegung. Bewegung und Stille wechseln sich ab und erzeugen einander. Verschmelzen Yin und Yang wandeln sie sich um in Feuer, Wasser, Holz, Metall und Erde „Die Drei“ erzeugt alle Dinge. Alle Dinge produzieren und reproduzieren sich und gehen nie zu Ende.

 

Nichts verschwindet oder geht verloren, es verändert nur seine Form.